Unterricht


10-Finger-Tastschreiben


Zum Profil unserer Schule gehört das Maschineschreiben mit 10 Fingern. Wir beginnen damit in der zweiten Klasse (drittes Schulbesuchsjahr). Die Fördermaßnahme findet in möglichst kleinen Guppen (maximal 5 Schüler) statt. Ziel ist die Beherrschung der Tastatur mit zehn Fingern, blind schreiben und die Entwicklung eines gleichmäßigen Schreibtempos. Dies gelingt durch viele Übungsphasen in Verbindung mit mentalen Methoden. Das 10-Finger-Tastschreiben bildet die Grundlage für den Medienkundeunterricht.

10-Finger-Schreiben

Blinde und sehbehinderte Kinder treiben Sport


Der Sport ist ein wichtiger und fester Bestandteil des Unterrichts. In drei Wochenstunden versuchen unsere Sportlehrer den Lehrplan der Grund - und Regelschule unter den besonderen Bedingungen umzusetzen. Die Augenkrankheiten entscheiden darüber, welche sportlichen Übungen durchgeführt werden dürfen.

Sport im Stadion
Schwimmunterricht

Die Behinderung der Kinder hat weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung der Bewegung. Blinde und sehbehinderte Schüler werden in getrennten Sportgruppen unterrichtet. Um die motorische Entwicklung intensiv zu fördern, wird in unserer Schule aktiv Sport getrieben. Im Förderunterricht werden Schwimmen und Leichtathletik angeboten.

Schulsportfeste, Schwimmfeste und erfolgreiche Teilnahmen an Meisterschaften gehören zum festen Bestandteil des schulischen Lebens.

Was kann man lernen?


  • Optimale Ausnutzung eines noch vorhandenen Sehvermögens, das schließt den Gebrauch optischer Sehhilfen wie Lupe Monokular, Kantenfilter mit ein.
  • Sensibilisierung der übrigen Sinne, um möglichst viele Umweltreize auch ohne Augen bewusst wahrzunehmen,
  • Entwicklung von Konzepten und Unweltverständnis, gelernt werden hier z. B. der Aufbau eines Hauses, einer Straße mit beidseitigem Gehweg oder eines Kaufhauses.
  • Verbesserung grundlegender Orientierungsfertigkeiten wie Körperbewusstsein, Zeitgefühl, Raumvorstellungen.
  • Schutz des eigenen Körpers, Kernstück ist das Erlernen verschiedener Techniken im Gebrauch des weißen Stocks.
  • Verkehrsabläufe und sich daraus ergebene Gefahren sollen erkannt und beurteilt werden, so dass ein sicheres Fortbewegen im Verkehrsgeschehen möglich ist.

Diese Inhalte werden im täglichen Schulleben angewandt und gefestigt.

In unserer Schule arbeitet Frau Sylvia Dünger als ausgebildete Lehrerin für Orientierung und Mobilität. Im Rahmen des behindertenspezifischen Ergänzungsunterricht laut Förderplan erhalten die blinden und hochgradig sehbehinderten Schüler ein Schulungsprogramm in Orientierung und Mobilität mit dem Schwerpunkt des Langstocktrainings.

Darüber hinaus werden die Kosten für die Schulung in O & M von den gesetzlichen und vielen privaten Krankenkassen als Leistung nach § 33, Abs. 1 Satz 2, SGB V übernommen.

Weitere Informationen geben der Deutscher Blinden - und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) und der Berufsverband der RehabilitationsleherInnen für Orientierung und Mobilität Blinder und Sehbehinderter e.V. (BOMBS)