Internationales Sportmeeting in Weimar

Am 1. Juni fand im Weimarer Stadion ein Sportwettkampf zwischen der Schule für Sehbehinderte und Blinde aus Vilnius, Litauen und unserer Schule statt. 22 Schüler der Diesterwegschule forderten 12 Schüler aus Litauen heraus. Beide Schulen verbindet seit Jahren eine Partnerschaft.





Die litauischen Gäste waren eine starke Konkurrenz und konnten eine Reihe fordere Plätze belegen, aber unsere Schüler bemühten sich ebenfalls um Höchstleistungen. So stieß der 16-jährige David Stopfel die Kugel 10,04 Meter und der 14-jährige Anthony Tromke platzierte die Kugel 8,99 Meter weit.

Die Thüringer Allgemeine berichtete am 3. Juni von unserem sportlichen Ereignis. Lesen sie folgenden Artikel.




Thüringer Allgemeine vom 03.06.2001

Medaillen-Reigen wog besonders schwer

Internationales Sportfest für blinde und sehbehinderte Kinder
WEIMAR (ah). Mit seinem Weitsprung-Ergebnis war Kevin Matuschewski nicht ganz zufrieden. Aber dass er die 1500 Meter in guter Zeit schaffte und auch auf den 100 Metern nicht schlecht lief, bügelte die fehlenden Zentimeter aus. Am Ende reichte es für drei Medaillen beim internationalen Sportfest für blinde und sehbehinderte Kinder Samstag im Wimaria-Stadion.

Der 14-jährige blinde Kevin zählte zu den 22 Startern der Weimarer Diesterweg-Schule, die sich mit zwölf Gästen aus Vilnius maßen. Beide Fördereinrichtungen verbindet seit Jahren eine Partnerschaft. Im Vorjahr waren die Diesterweg-Schüler in Litauen zu Gast und wurden dort zum sportlichen Wettstreit heraus gefordert. Für den Gegenbesuch wurde das Rückspiel vereinbart und damit der Anlass für das erste Sportfest blinder und sehbehinderter Kinder in Weimar geschaffen. Die Diesterweg-Sportgemeinschaft, der Schulförderverein und Sozialminister Pietzsch unterstützten das Vorhaben, die Stadt stellte das Stadion kostenlos zur Verfügung.

So wie Kevin bereiteten sich auch die anderen Diesterweg-Schüler nicht nur im Sportunterricht, sondern auch in der Sportgemeinschaft auf den Wettkampf vor. In den Laufdisziplinen halfen ein Band und ein mitlaufender Sehender den Blinden, Kugelstoß und Weitsprung absolvierten sie allein. Beim Springen war deshalb besonders wichtig, den Anlauf exakt abzumessen.

Gelernt haben das die jungen Leute bei Sportlehrerin und BSG-Vorsitzenden Ingrid Wehinger. Sie weiß, wie wichtig für ihre Schützlinge sportlicher Erfolg ist. „Der wiegt sehr viel schwerer als bei nicht behinderten Kindern." Immer wieder betasteten Kevin und Mitschüler Christian Steinecke, der ebenfalls drei vordere Plätze belegte, ihre Medaillen. Sie bekommen einen Ehrenplatz in ihrem Zimmer. Auch David Stopfel, der bei den Sehbehinderten startete, ist stolz auf seine Siege. Immerhin stieß er die Kugel über 10 Meter weit. Beim Weitsprung waren die litauischen Gäste mit Weiten über fünf Meter %uuml;berlegen.